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Ausländerfeindliche Übergriffe schaden Sachsen

Allgemein

Thomas Jurk besucht angegriffene Dönerläden in der Dresdner Neustadt | Stefan Brangs: Es ist mir ein Bedürfnis, mich bei den Geschädigten im Namen aller anständigen Sachsen zu entschuldigen.

Zu den ausländerfeindlichen Übergriffen nach dem EM- Spiel in der vergangenen Nacht in Sachsen erklärt Stefan Brangs, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD- Fraktion im Sächsischen Landtag: „Es ist beschämend, dass deutschlandweit Fußballfans verschiedener Nationen friedlich miteinander feiern und nur wieder in Sachsen Rechtsradikale den Ruf des Freistaates Sachsen erheblich schädigen. Die Täter, die gestern Nacht türkische Imbisse in Dresden angriffen, erweisen Sachsen einen Bärendienst.

Vieles deutet darauf hin, dass es sich dabei um koordinierte Aktionen rechtsradikaler Kreise handelt. Ihr Verhalten ist kriminell; gegen sie müssen wir konsequent vorgehen.

Unsere Solidarität gehört den Opfern der Gewalt. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Jurk werde ich mir heute selbst ein Bild vor Ort machen. Es ist mir ein Bedürfnis, mich bei den Geschädigten im Namen aller anständigen Sachsen zu entschuldigen. Ich bin mir sicher, dass die große Mehrheit der Sachsen solche Übergriffe verabscheut.

Die Vorfälle machen leider deutlich, dass die Erfolge rechtsextremer Parteien in Sachsen keine ‚Ausrutscher‘ sind, sondern eine ausländerfeindliche Stimmung in weiten Teilen der Gesellschaft widerspiegeln. Das heißt: Wir dürfen in unseren Anstrengungen gegen rassistische und fremdenfeindliche Einstellungen nicht nachlassen. Bei den bevorstehenden Haushaltsverhandlungen muss es uns daher ein besonderes Anliegen sein, den zahlreichen Initiativen gegen Rechts und den Fan- Projekte im Freistaat die nötigen Mittel zu bewilligen. Ihr Engagement muss verstetigt und ausgebaut werden. Ein Rückgang ihrer wertvollen Arbeit muss verhindert werden.“