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Geh Denken 2008 - Für Demokratie und Weltoffenheit

Allgemein

GehDenken auf der Augustusbrücke

Für den 16. Februar hatte das Bündnis "Dresden für Demokratie" zum GehDenken eingeladen. Etwa 5.000 Drednerinnen und Dresdner waren gekommen, um friedlich und einig Gesicht zu zeigen. Darunter auch etwa 100 Jusos.

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An alle die, die nicht dabei waren, die das nicht für wichtig hielten oder hinter der Gardine standen und zusahen, richtete der Erste Bürgermeister Dr. Lutz Vogel seine Rede am Goldenen Reiter. Dresdner dürfen nicht zusehen, Dresdner müssen Gesicht zeigen, forderte er.

Zur nächsten Zwischenkundgebung am Ende der Carolabrücke sprach der Superintendent Dr. Peter Meis. Mit eindringlichen Worten beschrieb er den schmalen Grat, auf dem Demokratien wandeln müssen und die Stärke, mit der sie sich deshalb für ihren Bestand und gegen ihre Gegner einsetzen sollen. Natürlich sei die Politik in der Verantwortung den ewig Gestrigen Schranken aufzuweisen. Es sei aber auch die Verantwortung jedes einzelnen, aufzustehen und Gesicht gegen jede Art des Rechtsextremismus zu zeigen.

Durch gute Zeit- und Routenplanung gelang es den Veranstalten, dem Nazi-Zug den Vorbeimarsch an der Synagoge zu versagen :-)Vor der Synagoge sprch dann die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Dresden, Dr. Nora Goldenbogen: "Ich danke Ihnen allen, dass wir gemeinsam verhindert haben, dass alte und neue Nazis heute an der Synagoge vorbeiziehen. Ich hoffe, dass wir dafür sorgen, dass sie es nie wieder tun."

Am Schloßplatz kam es dann (Polizeitaktik?) noch zum netten Plausch mit den Nazis, die etwa 50m entfernt über den Theaterplatz liefen. Unterstützt und angefeuert durch "Nazis raus" rufe und "haut ab!" verzichteten diese dann auf ihre Abschlußkundgebung auf dem Theaterplatz. Das Bedauern hierüber hielt sich in Grenzen.

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