jusos-Logo

Pressemitteilung Jusos Dresden solidarisch mit AKuBiZ – Auftreten der Staatsregierung unwürdig

Die Jusos Dresden erklären sich solidarisch mit dem Vorgehen des AKuBiZ e.V. Pirna, der gestern den mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis für Demokratie des Landes Sachsen abgelehnt hat. Benjamin Kümmig, Vorsitzender der Jusos Dresden, erklärt:

„Es ist ein Witz, dass Initiativen, die sich im ganz besonderen Maße für die Demokratie engagieren, zumal nominiert für den sächsischen Förderpreis für Demokratie, so viel Misstrauen bezüglich ihrer demokratischen Ausrichtung unterstellt wird. Das Auftreten der Staatsregierung am gestrigen Tage war dieser Veranstaltung mehr als unwürdig, es macht jegliches ehrenamtliche Engagement für Demokratie kaputt. Einzig Gesine Schwan mit ihrer mutigen Rede und den engagierten Initiativen ist es zu verdanken, dass der Abend nicht vollkommen zur Farce wurde.“

Gesine Schwan hatte den Vertretern der Staatsregierung in einer sachlichen Rede den Spiegel vorgehalten und sich gegen die von der CDU propagierte Extremismustheorie gewandt.

„Dass die CDU nun auch in diesem Rahmen versucht, ihre Ideologien als die einzig richtigen zu verkaufen, ist in höchstem Maße unanständig. Es ist nur gut und richtig, dass das AkuBiZ den Preis nicht angenommen hat. Wer Demokratie will, muss Demokratie leben. Das hat die Staatsregierung gestern nicht getan, sie hat demokratisches Engagement, welches außerhalb ihrer ideologischen Definition steht, in die Schmuddelecke gestellt. Wir erwarten eine Entschuldigung bei den Intitiativen.“, so Kümmig abschließend.

Kontakt: Benjamin Kümmig / 016093775173

Veröffentlicht am 10.11.2010

 

Ankündigungen Landesarbeitskreiswochenende der Jusos Sachsen

Vom 03.-05.12.2010 findet in Meißen das dritte Landesarbeitskreiswochenende der Jusos Sachsen statt. Du kannst die ab sofort anmelden. Während des Wochenendes kannst du in den Arbeitskreisen Bildung, Europa, Antirassismus, Wirtschaft und Soziales, Umwelt und Energie und Familie mitarbeiten. Es wird wieder viele interessante und abwechlungsreiche Themen geben, über die wir debattieren wollen. Außerdem findet am Samstagabend eine Diskussion zwischen dem AK Christen der SPD Sachsen und dem AK Laizisten der Bundes-SPD über das Verhältnis von Staat und Kirche statt.

Veröffentlicht am 05.11.2010

 

Allgemein Jusos Dresden unterstützen Blockaden am 13. Februar!

Auf ihrer Unterbezirkskonferenz am 23.10.2010 beschlossen die Jusos Dresden u.a. folgende Resolution:

Dresden stellt sich quer!

Jedes Jahr findet rund um den 13. Februar Europas größter Neonazi-Aufmarsch in Dresden statt. Jedes Jahr aufs neue wird von eben diesen Nazis versucht Geschichte neu bzw. umzuschreiben. Jedes Jahr motivieren sich tausende Nazis aufs neue mit diesem Event. Jedes Jahr trifft sich die europäische Szene in Dresden.

In diesem Jahr ist es dem Bündnis „Dresden Nazifrei“ erstmals gelungen, den Aufmarsch der Rechten zu blockieren. Auch wir Jusos haben mit einer bundesweiten Mobilisierung zu den Blockadepunkten dazu beigetragen, dass die Nazis in Dresden nicht marschieren durften. Sie kamen nicht durch. Dieser Erfolg ist einer gezielten Blockadepolitik zu verdanken. Von vornherein wurde klar kommuniziert, dass wir uns entgegenstellen, auch mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams. Im Nachgang war der Dresdner Erfolg Motivation und Vorbild für viele weitere erfolgreiche Blockaden im Bundesgebiet, erst letzte Woche hat auch Leipzig „Platz genommen“.

Wir Jusos Dresden bekennen uns zur Strategie der Blockade! Wir erklären uns solidarisch mit all jenen, die sich den Nazis entgegenstellen. Das beinhaltet nicht nur die Blockadeaktionen des Bündnisses „Dresden Nazifrei“, in dem wir als Jusos in diesem Jahr noch aktiver mitarbeiten als bisher. Auch die von der Stadt organisierte Menschenkette setzt ein Zeichen gegen die Nazis. Unsere Blockaden stellen sich allerdings klar gegen den Rechten Aufmarsch, ihr Ziel ist nicht das Gedenken an die Zerstörung Dresdens.

Veröffentlicht am 25.10.2010

 

Pressemitteilung Eine reflektierte Debatte um die Erinnerungskultur ist nötig!

Zu den Ausführungen der Oberbürgermeisterin über die „Dresdner Erinnerungskultur“ erklärt der Vorsitzende der Jusos Dresden, Benjamin Kümmig:

„Wir begrüßen den Wunsch von Frau Orosz, die Erinnerungskultur in Dresden auf vielfältige Weise angehen und diskutieren zu wollen. Allerdings kann nicht davon gesprochen werden, dass der 13. Februar eine Auseinandersetzung mit den vielen anderen historischen Daten in Dresden überschattet. Der 13. Februar 1945 ist zweifelsohne eines der dunkelsten Kapitel in der Dresdner Geschichte. Im Mittelpunkt der Debatte darüber sollte aber immer das Wissen und das Bekenntnis stehen, dass der Ursprung der Zerstörung Dresdens im vom Deutschland angezettelten menschenverachtenden Krieg lag. Davon wird kein anderes Datum überschattet, das ist die traurige Realität. Nur auf dieser Grundlage können wir eine reflektierte Debatte führen.“

Die Auseinandersetzung mit den Gründen für die Bombardierung Dresdens ist sicher nicht einfach, ist aber unserer Meinung nach essentieller Bestandteil der Debatte.

Orosz´ Lob für die „vielfältigen Gedenkaktionen in Dresden“ ist weiterhin mit Vorsicht zu betrachten und inhaltlich klarzustellen.

„Die Blockade der Neonazi-Aufmärsche in Dresden ist nicht etwa darauf ausgelegt, der Zerstörung Dresdens zu gedenken, nein, sie richtet sich unserer Ansicht nach gegen die Vereinnahmung dieses Datums durch Nazis, die mit ihrer Auffassung von Geschichte selbige verdrehen und neu schreiben wollen. Jeder, der nicht klar sagt, dass der Angriff auf Dresden seine Wurzeln in dem von Deutschland begonnenen Krieg findet, ebnet der Argumentation der Rechten den Weg. Unreflektiertes Gedenken ist falsch und gefährlich. Ich hoffe, dass der Diskurs um die Erinnerungskultur dies zur Grundlage nimmt. Wir sind gerne bereit, uns an einer konstruktiven Debatte zu beteiligen!“, so Juso-Chef Kümmig abschließend.

Kontakt: Benjamin Kümmig
016093775173

Veröffentlicht am 19.10.2010

 


RSS-Nachrichtenticker