Global denken, lokal handeln – Klimaschutz in Dresden
(Dresden) Die Dresdner Sozialdemokraten widmen sich am kommenden Freitag, den 6. Oktober von 16 bis 18 Uhr am Herbert-Wehner-Platz (vor der Altmarktgalerie), Ausgang Seestraße an ihrem wöchentlichen Informationsstand der Frage nach den Möglichkeiten einer Dresdner Energie- und Umweltpolitik. Seit 1994 ist die Stadt Dresden ist Mitglied im internationalen Klimabündnis der Städte. Seitdem gibt es jedoch nach Meinung der Dresdner Sozialdemokraten keine anerkennenswerten zurückliegenden oder gegenwärtigen Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, den Verpflichtungen des Bündnis’ zur Senkung der CO2-Emissionen und der Ressourcenschonung nachzukommen.
„Die Stadt hat hier eine politisch zu lösende Vorsorgeaufgabe und muss ihr auch endlich nachkommen“, so SPD-Stadtchef Michael Sturm. Das Hauptaugenmerk des Klimaschutzes würde gegenwärtig auf den Schutz vor Klimaänderungsfolgen gelegt – zum Beispiel den Hochwasserschutz, wofür umfangreiche Mittel eingesetzt würden. Rechnete man aber die mit der Beseitigung der letzten Flut und in den Vorsorgemaßnahmen in Dresden und Umgebung eingesetzten Gelder auf die Kosten des zehnjährigen Verbrauchs an Gebrauchsenergie in dieser Region hinzu, so ergäbe sich eine Preissteigerung von ca. 60 %. Sturm ist sich sicher: „So wird uns versäumter Klimaschutz immer wieder und immer stärker mit steigenden Kosten einholen. Das Kostenargument der Klimaschutzzauderer und –zögerer wendet sich gegen deren eigene Position.“ Nicht zuletzt ginge es hier auch um die Unterstützung von Zukunftstechnologien und das schaffe Arbeitsplätze: in Sachsen sind im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien bereits jetzt mehr Menschen beschäftigt als in der Braunkohlewirtschaft.
Handlungsbedarf für eine stärkere Berücksichtigung dieser Belange sieht die SPD konkret bei der Erarbeitung kommunaler Bauprojekte, im Rahmen der Haushaltsberatung und ganz besonders im Hinblick auf die kommunalen Unternehmen. „Natürlich braucht es beim Klimaschutz eine globale Anstrengung, dahinter sollte man sich aber nicht verstecken, sondern das, was man vor Ort bewegen kann, auch anpacken“; so Sturm abschließend.
Am 6. Oktober findet bereits der 30. Infostand unter dem Titel "Freitags ab vier sind die Sozialdemokraten hier" auf der Seestraße statt. Damit sind die Dresdner Jusos gemeinsam mit den SPD-Ortsvereinen seit Anfang März jeden Freitag im Herzen der Landeshauptstadt präsent.
Zur Eröffnung am 3. März schaute der Stellvertretende Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Thomas Jurk vorbei. Themen wie der WOBA-Verkauf, Zivilcourage gegen Fremdenhass, die Zukunft der kommunalen Krankenhäuser, Hochwasserschutz, Gesundheitsreform, Videoüberwachung, Politikverdrossenheit, Waldschlösschenbrücke, Nichtraucherschutz sowie das Miteinander zwischen Alt und Jung und das deutsch-deutsche Verhältnis folgten.
Bis Ende Oktober ist die wöchentliche Straßenpräsenz der Sozialdemokraten noch geplant. Die bisherigen Erfahrungen stimmen die Organisatoren sehr positiv. Viele interessierte Dresdnerinnen und Dresdner nehmen die Stände sehr gut an. Die Dresdner SPD sorgt mit "Freitags ab vier" für den direkten Kontakt zwischen Politik und Bürgern auch und besonders außerhalb von Wahlkampfzeiten.
Kontakt: Ines Vogel (0173 5977236)