Richard Kaniewski nimmt den Kommunalfuchs 2006 für die Dresdner Jusos entgegen Interview mit dem Jusovorsitzenden Richard Kaniewski über die Infostandaktion "Freitags ab vier...", die Verleihung des "DEMO-Kommunalfuchs 2006" und die Zukunft des Projekts.
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum DEMO-Kommunalfuchs 2006. Als Ihr das Projekt geplant habt, habt ihr mit einer solchen Auszeichnung gerechnet?
Danke und Nein. Die Idee hatten wir im Oktober letzten Jahres und da wussten wir noch nicht einmal, ob das ganze überhaupt klappen würde. Und dann waren wir einfach nur froh, dass unser Angebot an die Dresdner so positiv aufgenommen wurde. Das wir jetzt mit dem Kommunalfuchs ausgezeichnet wurde ist natürlich eine große Ehre für uns.
Infostände sind eigentlich weder besonders beliebt, noch möchte man sie innovativ nennen – was habt ihr anders gemacht?
Zum einen die Regelmäßigkeit. Wir wollten uns ganz bewusst auch außerhalb der Wahlkämpfe zeigen und mit den Dresdnerinnen Dresdnern ins Gespräch kommen. Und das regelmäßig, so das keiner sagen kann, ihr kommt doch nur, wenn Wahlen sind. Ich glaube dieses Angebot kam an. Zum anderen haben wir uns natürlich viele Gedanken gemacht, wie wir die Bürgerinnen und Bürger ansprechen können. Mit Bodenzeitungen, Fragen, die auf den Boden geklebt werden, mit Mandatsträgern, Fragen zum ankreuzen, kleinen Wettbewerben zur aktuellen Politik und vielen anderen Ideen war eigentlich für jeden was dabei. Uns war es wichtig, die Menschen zum nachdenken zu bringen – die Gespräche ergaben sich dann wie von selbst.
Werden auch andere Juso-Gruppen Euer Konzept übernehmen?
Das ist schon längst geschehen. In Leipzig, Chemnitz, Köln und Berlin gibt es bereits solche Konzepte. Viele andere Städte haben sich bei uns informiert und wir hoffen, das die jetzige Auszeichnung noch mal viele andere motiviert es uns nach zu tun.
In einem Jahr erlebt man sicherlich viele interessante und listige Momente. Was ist Dein schönster Moment, wenn Du an „Freitags ab vier“ denkst?
Also ich hab zwei Höhepunkte. Zum einen der Auftakt mit dem Stellvertretenden Ministerpräsident Thomas Jurk. Das war Politik zum anfassen und für uns natürlich ein perfekter Start. Zum anderen, auch relativ am Anfang des Jahres, ein Passant, der zwei dreimal schaut und dann zielstrebig auf mich zukommt. Ich dacht schon, jetzt kommt sicherlich Parteienschelte. Doch dann meint der Mann kritisch aber freundlich: „die Bodenzeitung der letzten Woche war aber viel besser.“ Für mich ein Zeichen, dass unsere Aktion angenommen und beachtet wird.
Die Preisverleihung findet am 16. November in Berlin statt. Freut Ihr Euch auf die Reise?
Ja natürlich. Noch schöner finde ich allerdings, dass Peter Struck uns extra gebeten hat schon am Freitag wieder zurück nach Dresden zu fahren, um uns auch hier in Dresden zu ehren. Da ist Peter Struck im Wehnerwerk und vor heimischer Kulisse ist das natürlich noch mal schöner.
Und wie geht’s weiter im Jahr 2007
Das Projekt läuft natürlich weiter. Die Stände sind schon angemeldet. Wir haben uns auch schon einige neue Highlights überlegt und im Frühjahr werden wir gemeinsam einen Workshop durchführen, um unser Auftreten am Stand weiter zu verbessern. Und für Weihnachten haben wir uns auch noch was überlegt – wird aber noch nicht verraten!
Dann wünschen wir Euch viel Spaß und Erfolg für Eure Weihnachtsaktion und für das kommende Jahr. Vielen Dank für das Gespräch.