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Jung, Dynamisch, Erfolglos - Generation Praktikum

Ankündigungen

Jusos diskutieren Chancen junger Hochschulabsolventen

Auf ihrer Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag, 29.08.2006, ab 19:30 Uhr in der Genossenschaft in Dresden, Prießnitzstraße 20, werden die Jusos Dresden-Elbe-Röder gemeinsam mit dem Jugendbildungsreferenten der DGB-Region Dresden/ Oberes Elbtal, André Schnabel, über Wege aus der prekären Situation für junge Hochschulabsolventen diskutieren. Dabei sollen sowohl die Situation dargestellt werden als auch Handlungsmöglichkeiten für Politik und Gewerkschaften erörtert werden.

"Die Lage ist mehr als ernst", warnt Richard Kaniewski, Vorsitzender der Dresdner Jusos. "Wenn Praktikumsstellen wie richtige Arbeitsstellen angeboten werden, von Praktikanten bereits Erfahrungen aus anderen Praktika erwartet werden und viele Stellen nicht unter drei Monaten angeboten werden, sollten bei allen die Alarmglocken schrillen", so der Jusochef weiter. Diese Schieflage wird durch die Arbeitsmarktsituation in Ostdeutschland natürlich noch verstärkt. Besonders bitter stößt auf, dass auch staatliche Betriebe, zumeist im Kulturbereich, einen Großteil der anfallenden Arbeit durch ihr ständiges Praktikantenheer erledigen lassen und ohne nicht arbeitsfähig wären.

"Wenn junge Hochschulabsolventen in Firmen selbstständige Arbeit durchführen, die ohne ihre Anwesenheit nicht erledigt werden könnte, und diese jungen Menschen für die Arbeit nicht entlohnt werden, dann handelt es sich nicht um ein Praktikum, sondern um Ausbeutung", schließt Kaniewski ab. Die Jusos wollen Möglichkeiten diskutieren, wie es gelingt, dass diese Arbeit wieder bezahlt wird und ein Praktikum wieder das wird, was es heißt. Dabei möchten die Jungsozialisten mit den Gewerkschaften und den Betroffenen in Dialog treten.

Kontakt: Albrecht Pallas, 0174/3167310