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Nachrichten zum Thema Pressemitteilung

 

Pressemitteilung Jusos diskutieren über Gleichstellung homosexueller Menschen - LAK Europa & Internationales trifft sich in Dresden

Am kommenden Dienstag, den 18.09.2012 lädt der Landesarbeitskreis Europa & Internationales der sächsischen Jusos ab 18 Uhr in die Dresdner "Genossenschaft" (Prießnitzstraße 20, 01099 Dresden) zur Diskussion über die Gleichstellung homosexueller Menschen im internationalen Vergleich ein.

„Bei der Gleichstellung homosexueller Menschen in Deutschland ist bereits viel erreicht. Trotzdem gibt es noch viele Baustellen wie die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe oder der Enttabuisierung im Fußball. Deswegen bieten wir Interessierten dieses Treffen an, um vielleicht den einen oder anderen Denkanstoß mitzugeben.“ begründet Stefan Engel, Vorsitzender der Jusos Dresden das Treffen.

Benjamin Göhler, Sprecher des Landesarbeitskreises Europa & Internationales der Jusos Sachsen ergänzt: "Für uns ist es insbesondere auch wichtig den Blick über den Tellerrand hinzu zu schaffen und Missstände immer dort anzuprangern, wenn homosexuelle Menschen unterdrückt und verfolgt werden."

Des Weiteren bespricht der Arbeitskreis künftige Themen und die restliche Jahresplanung.

Interessierte Bürger/innen sind herzlichst willkommen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Veröffentlicht am 17.09.2012

 

Pressemitteilung Mann und Frau - hört es da auf? Jusos laden zur Diskussion über Heteronormativität ein

Die Jusos Dresden laden am Donnerstag, den 13. September ab 18:30 Uhr zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über das Thema Heteronormativität in "Die Genossenschaft" (Prießnitzstr. 20, 01099 Dresden) ein. Heteronomativität bezeichnet eine Weltsicht, die Heterosexualität als soziale Norm postuliert und dadurch andere sexuelle Orientierungen in den Schatten stellt und diese zum "Ausnahmefall" degradiert.
Zu Gast wird Alexander Bahr sein, der Vorstandsmitglied im Gerede e.V. ist. Der Dresdner Verein setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuellen und deren Angehörigen ein und leistet Lebenshilfe für Menschen, die durch ihre sexuelle Identität in Konflikt mit der Gesellschaft geraten.

Dieses Problem ist wichtiger denn je, so zeigen z.B. die aktuellen Debatten zur rechtlichen Gleichstellung von homosexuellen Paaren die Herausforderungen vor denen wir stehen.

Hierzu erklärt Stefan Engel, Vorsitzender der Jusos in Dresden: "Es ist immer wieder erschreckend, wie tiefgreifend gesellschaftliche Ressentiments gegenüber nicht-heterosexuellen Orientierungen noch in vielen Köpfen verankert sind. Leider macht dies auch vor vielen christdemokratischen Politikerinnen und Politikern nicht halt. Äußerungen wie die des erzgebirgischen CDU-Kreisrates Thomas Schneider offenbaren, dass vor allem in der sächsischen Union Platz für offene Menschenfeindlichkeit ist. Diese Einstellung beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Kommunalpolitik: Weder bei der Beamtenrechtsrefom, noch bei der Debatte über das Ehegattensplittung für homosexuelle Paare, wagt die sächsische CDU einen echten Schritt Richtung Gleichstellung. Umso notwendiger ist es aber, mit Diskussionen und Aufklärung für dieses Anliegen zu werben und auch in den Köpfen der Menschen für eine echte Veränderung zu sorgen. Wir laden alle Interessierten dazu ein unserer Veranstaltung beizuwohnen."

Veröffentlicht am 11.09.2012

 

Pressemitteilung Verbandstag der Jusos Sachsen zum Thema "Freiheit und Sicherheit"

Der diesjährige Verbandstag der Jusos Sachsen steht unter dem Titel "Freiheit vs. Sicherheit". Er findet am 1. September 2012 ab 11.00 Uhr im Berufsförderungswerk Dresden, Hellerhofstraße 35, 01129 Dresden, statt. Die sächsischen Jusos beschäftigen sich auf ihrem Basiskongress u.a. mit dem Verhältnis von Freiheit und Sicherheit, mit der "Sächsischen Demokratie" und mit netzpolitischen Themen wir Datenschutz und Teilhabe im Internet. In einer Podiumsdiskussion wollen die Jusos mit der Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe, Rechtsanwalt Peer Stolle vom Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein und dem Stellvertretenden GdP-Landesvorsitzenden Torsten Scheller diskutieren. Als weitere Gäste werden u.a. der IT-Experte und Rechtsanwalt Peter Hense und der Vorsitzende des Liquid Democracy e.V. Daniel Reichert erwartet.

Zum Hintergrund der Veranstaltung erklärt der Juso-Landesvorsitzende Tommy Jehmlich: "Die SPD hat eine stolze Geschichte als Partei der Freiheit und Bürgerrechte, gerade in Ostdeutschland. Will die SPD auch in Zukunft als Bürgerrechtspartei wahrgenommen werden muss sie auch Antworten darauf geben, wie Freiheitsrechte im Netz geschützt werden sollen. Als Jusos werden wir hier Impulse setzen."

Hierzu auch der Dresdner Juso-Vorsitzende Stefan Engel: "In den letzten Jahren wurden immer wieder Sicherheitsgesetze verschärft. Gerade in der jungen Generation herrscht hier ein großes Unbehagen. Welche Gesetze wir noch brauchen und wo Lockerungen möglich sind, gehört auf den Prüfstand. Eine ernsthafte und tiefgreifende Reform des Verfassungsschutzes ist nach dem Bekanntwerden des NSU unausweichlich. Wir wollen fortschrittliche Impulse statt schwarz-gelbe Tatenlosigkeit und "Sächsische Demokratie."

Veröffentlicht am 30.08.2012

 

Pressemitteilung Jusos fordern Rücktritt des CDU-Fraktionschefs Böhme-Korn

Die Jusos Dresden sind empört über die beleidigenden Äußerungen des Dresdner CDU-Stadtrats Georg Böhme-Korn zur geplanten öffentlichen Erinnerung an die Bombardierung von Guernica. Laut einem Artikel der Sächsischen Zeitung vom 25. Juni 2012 äußerte Böhme-Korn im Vorfeld einer Debatte zur Umbenennung eines Platzes oder einer Straße nach Marwa El-Sherbini, der Antrag der Grünen-Fraktion sei eine bewusste Strategie, um Dresden mit einem Netz der Schande zu überziehen.“ Die Benennung des Jorge-Gomondai-Platzes sei der erste Schritt in dieser Strategie gewesen, die nun mit der öffentlichen Erinnerung an den Mord der Ägypterin eine Fortsetzung fände.

Dazu Stefan Engel, Vorsitzender der Jusos Dresden: „Diese Äußerung Böhme-Korns zeigt, wes‘ Geistes Kind Teile der Dresdner CDU-Fraktion sind. In einer verwundernswerten Drehung der Tatsachen wird hier versucht, das öffentliche Gedenken an Opfer rassistischer Übergriffe zu diskreditieren.“ Eine Schande sind die Leidtragenden fremdenfeindlicher Angriffe tatsächlich – für die Stadt Dresden. Und sie wird noch größer, wenn Politiker wie Böhme-Korn die öffentliche Erinnerung an die schändlichen Taten der Nazis als bloße Strategie des politischen Gegners abtue.
„Mit seiner Äußerung offenbart der CDU-Fraktionschef seine Geringschätzung für die Morde und verhöhnt die Toten ein zweites Mal“, so Engel weiter. Böhme-Korn spiele damit direkt der NPD in die Hände und verdeutliche, dass Dresden weniger offen für Zuwanderer ist, als es sich gern sähe. „Das ‚Netz der Schande‘ bilden die Morde an Gomondai und El-Sherbini genauso wie die Extremismusdebatte, die nur darauf zielt, die politische Linke in Sachsen zu brandmarken. Schändlich sind die Taten, nicht die Erinnerung an sie.“

Die baskische Stadt Guernica war im Jahr 1937 von deutschen und italienischen Flugzeugen dem Erdboden gleichgemacht worden. Ein berühmtes Bild von Pablo Picasso erinnert an die Zerstörung, die deutsche Sturzkampfbomber und Jagdflugzeuge zwei Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs angerichtet haben. Die Ägypterin Marwa El-Sherbini wurde am 1. Juli 2009 im Dresdner Landgericht aus islam- und ausländerfeindlichen Motiven erstochen. Um ihres Todes zu gedenken findet am 8. Juli dieses Jahres das antifaschistische Fußballturnier „kick racism“ statt.

„Wir fordern Herrn Böhme-Korn auf, von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender zurückzutreten. Seine Äußerungen sind beleidigend und taktlos. Sie lassen jedes Gespür für den Anstand vermissen, den Konservativen so gern für sich in Anspruch nehmen. Sie verhöhnen alle Bemühungen Dresden zu einer toleranten, weltoffenen und fremdenfreundlichen Stadt zu machen.", so Engel. Der CDU-Fraktionschef habe sich in seinem selbst gesponnenen Netz verheddert. Es sei nun Zeit, ihn gänzlich daraus zu befreien.

Im Hinblick auf die öffentliche Erinnerung an Nazi-Verbrechen erklärt der Juso-Vorsitzende: „Vor allem muss verhindert werden, dass Böhme-Korns Gedankengut weitere Früchte trägt. Eine Stadt trägt mit der Bezeichnung von Straßen und Plätzen eine große Verantwortung dafür, was erinnert werden und öffentlich wirksam sein soll. Straßennamen zeugen vom Selbstverständnis einer Stadt. Erst wenn der Widerstand gegen rassistisches Gedankengut auch öffentlich und manifest wird, können wir von einer Entwicklung hin zu einer offeneren Gesellschaft sprechen. Man denke nur an die Wirkung der Geschwister-Scholl-Straße in Riesa.“

Veröffentlicht am 26.06.2012

 


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